Der Systemgedanke steht immer im Vordergrund

Damit man die Energieeinsparpotenziale moderner Wärmeerzeuger optimal realisieren kann, müssen alle Komponenten des Heizungssystems perfekt aufeinander abgestimmt sein. Wärmeerzeugung, -speicherung, -verteilung und -übergabe sind deshalb immer als Gesamtsystem zu betrachten.

Die Wärmeerzeugung ist der Ausgangspunkt für den Betrieb des Heizsystems: In einem zentralen Wärmeerzeuger wird der eingesetzte Energieträger (Gas, Öl oder Strom) in Wärme umgewandelt. Diese wird anschließend zum Heizen und/oder zur Trinkwassererwärmung eingesetzt. So wird sie zum Bindeglied zwischen dem Energieträger und der gewünschten Nutzenergie. Außerdem können erneuerbare Energien wie solarthermische Energie, Umweltwärme, Geothermie und Holz in einem Zentralheizungskessel oder in einem Pellet- oder Kaminofen mit Wassertasche eingebunden werden.  

Zum Wärmeverteilsystem gehören die Heizungsumwälzpumpen, der Vor- und Rücklauf des hydraulischen Heizsystems sowie die Armaturen und Ventile. Seit Januar 2013 stehen dem Markt gemäß der europäischen ErP-Richtlinie nur noch Umwälzpumpen mit einem Energieeffizienz-Index von besser als 0,27 zur Verfügung – sogenannte Hocheffizienzpumpen. Diese besitzen einen wesentlich höheren Wirkungsgrad und passen sich den veränderten Leistungsanforderungen der Anlage stufenlos an. Gegenüber herkömmlichen Pumpen verbrauchen sie bis zu 80 % weniger Strom.

Als Wärmeübergabesysteme stehen entweder eine Flächenheizung oder Heizkörper zur Verfügung. Auf Wunsch können diese auch kombiniert installiert werden. Beide Systeme sind mit allen Wärmeerzeugertypen einer hydraulischen Heizanlage frei kombinierbar. Das macht sie nachhaltig und zukunftssicher. Um die hohen Effizienzwerte von Wärmepumpen, Gas- oder Öl-Brennwertkesseln tatsächlich zu erreichen und solarthermische Energie effizient einzubinden, sind niedrige Systemtemperaturen im Heizungssystem die Voraussetzung. Großflächige und korrekt installierte Wärmeübergabesysteme sorgen dafür – und steigern so gleichzeitig die Behaglichkeit im Raum sowie die Effizienz der Heizungsanlage.

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