Schlüsseltechnologie Brennstoffzellenheizung: Erfolgsgeschichte muss fortgesetzt werden

Initiative Brennstoffzelle fordert weitere politische Unterstützung für Brennstoffzellen-Technologie

Berlin, 10. Oktober 2018 –
Hocheffiziente Brennstoffzellen erzeugen Wärme und Strom und können somit sowohl Emissionen als auch Energiekosten nachhaltig senken. "Die Brennstoffzelle ist eine Zukunftstechnologie, die bereits heute voll ausgereift ist und Verbrauchern damit uneingeschränkt zur Verfügung steht. Ihre Einführung in den deutschen Markt war ein großer Erfolg, auch wegen der starken politischen Unterstützung. Um eine weitere, flächendeckende Marktdurchdringung der Hocheffizienz-Technologie zu ermöglichen und so einen Fadenriss zu verhindern, muss das Förderprogramm auch 2019 im gleichen Umfang weitergeführt werden."

Dies forderte Andreas Lücke, Sprecher der Initiative Brennstoffzelle (IBZ) und Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH), im Rahmen des „Innovationsforums Brennstoffzelle", das heute von der IBZ in Berlin ausgerichtet wurde. Unter der Schirmherrschaft von Thomas Bareiß, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium , diskutierten Experten aus Politik und Wirtschaft das Potenzial der Schlüsseltechnologie für das Gelingen der Wärmewende.

Ein Blick auf den Status quo der Wärmewende zeichnet ein deutliches Bild: Noch immer werden rund 40 Prozent der CO2-Emissionen im Gebäudebereich verursacht. "Die Politik reagiert darauf mit Fördermaßnahmen im Neubau und vernachlässigt dabei den Gebäudebestand. Jedoch liegt im Bestand der größte Hebel für mehr Klimaschutz, denn mehr als 6 von 10 Heizungsanlagen sind veraltet und damit ineffizient. Diesen Modernisierungsstau gilt es zu beseitigen. Ohne eine deutliche Erhöhung der Sanierungsrate verfehlen wir die Klimaziele meilenweit", so Dr. Timm Kehler, ebenfalls Sprecher der IBZ und Vorstand der Brancheninitiative Zukunft ERDGAS.

Brennstoffzellen haben im Bestand einen entscheidenden Vorteil. Sie erfordern keine aufwendige Komplettsanierung, es fallen lediglich die Anlagekosten an. Dabei wirkt sich der hohe Nutzungsgrad der Brennstoffzelle nachhaltig auf die Umweltbilanz aus, denn mit einem Brennstoffzellen-Gerät kann der CO2-Ausstoß um fast 50 Prozent reduziert werden. Auch der Geldbeutel wird deutlich entlastet, da sich die Energiekosten bei Bestandsgebäuden und im Neubau mit einer Brennstoffzellenanlage um bis zu 35 Prozent senken lassen.

Um die Gasanwendungstechnologie langfristig am Markt zu etablieren, wurde 2016 das KfW-Förderprogramm 433 „Zuschuss Brennstoffzelle" eingeführt. Seitdem wurden bereits über 3.600 Förderanträge bewilligt. "Wir freuen uns, dass das Förderprogramm bei den Verbrauchern so großen Anklang gefunden hat. Damit soll aber nicht Schluss sein. Andere Länder sind da schon weiter: In Japan sind bereits mehr als 200.000 Brennstoffzellen für die Hausenergieversorgung installiert - ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass die Zukunftstechnologie voll ausgereift ist", so Kehler weiter,

„Als effizienteste Art der Wärme- und Stromerzeugung ist die Brennstoffzelle schon heute ein wichtiges Bindeglied zwischen den Sektoren. Wenn wir auch hierzulande bezahlbaren Klimaschutz durch eine Kostendegression erreichen wollen, muss die Politik den Geräteherstellern durch eine Fortführung des Technologieeinführungsprogramms jetzt langfristige Investitionssicherheit bieten", kommentiert Lücke abschließend.

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