Förderung

Neu: Attraktivere Förderung für Heizungstausch

Im Zusammenhang mit den Klimabeschlüssen der Bundesregierung treten mit Wirkung ab 01.01.2020 zahlreiche Änderungen bei der Heizungsförderung ein.

1. Programm „Wärme aus Erneuerbaren Energien“: Zuschüsse steigen

Die novellierte Richtlinie des Marktanreizprogramms (MAP) „Wärme aus erneuerbaren Energien“ sieht ab Anfang Januar 2020 die folgenden Investitionszuschüsse vor:

  • 35 % für Holzheizkessel und Wärmepumpen
  • 30 % für Gas-Hybridheizungen mit einem Erneuerbaren-Energien-Anteil von mindestens 25 %
  • 20 % für Gas-Brennwertheizungen, die auf die spätere Einbindung erneuerbarer Energien vorbereitet sind ("Renewable Ready")
  • Dies bedeutet auch, dass beim Austausch eines alten Ölkessels gegen einen Öl-Brennwertkessel in Kombination mit Solarthermie, die Solarthermie mit 30% gefördert wird.

Die Fördersystematik des Marktanreizprogramms wird mit der Novelle stark vereinfacht, die einheitlichen prozentualen Fördersätze ersetzen die Festbetragsförderungen mit einer Vielzahl verschiedener Bonusregelungen.

Die Investitionszuschüsse für energieeffiziente und klimafreundliche Heizungen können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ab dem 02.01.2020 beantragt werden.

2. Austauschprämie für Ölheizungen

Neu ab Januar 2020 ist die Austauschprämie für Ölheizungen.

  • Wer seine Ölheizung durch eine Heizung ersetzt, die vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben wird – z.B. eine Wärmepumpe oder eine Biomasse-Anlage – kann einen Zuschuss in Höhe von 45 % der Investitionskosten erhalten.
  • Für Gas-Hybridheizungen mit einem Erneuerbaren-Anteil von mindestens 25 % – z.B. über die Einbindung von Solarthermie – gibt es einen Investitionszuschuss von 40 %.

Quelle: BAFA

Förderfähige Kosten sind die Anschaffungskosten der Heizungsanlage und die Installationskosten. Diese sind bei 50.000 € gedeckelt.

3. Steuerliche Förderung

Ebenfalls neu ab 2020 ist die steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen am selbstgenutzten Wohneigentum. Hausbesitzer können so über drei Jahre verteilt 20 Prozent der Investitionskosten der Heizungsanlage von der Steuerschuld abziehen. Gefördert werden die gleichen Heizungstechnologien wie im Marktanreizprogramm (MAP).

Die Sanierungsmaßnahmen führt ein Fachunternehmen durch, das die korrekte Umsetzung der Maßnahme bescheinigt und eine Rechnung dafür ausstellen muss. Diese Rechnung wird dem Finanzamt mit der Steuererklärung vorgelegt. 

Die gleichzeitige Beanspruchung der steuerlichen Förderung und der Förderung über das Marktanreizprogramm ist nicht möglich.