Wärmewende

Keine Energiewende ohne den Wärmemarkt

Deutschland hat mit der Energiewende eines der ehrgeizigsten Projekte seit der Wiedervereinigung auf den Weg gebracht. Ziel ist es, das gesamte Energiesystem umzubauen, hin zu mehr Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien. Dem Wärmemarkt mit seinen enormen Potenzialen kommt dabei eine zentrale Rolle zu.

Endenergieverbrauch in Deutschland

Deutschlands gesamter Endenergieverbrauch liegt bei rund 2.500 Terawattstunden (TWh). Ein Drittel hiervon, also etwa 800 TWh entfallen alleine auf die Heizung und Warmwasserbereitung. Der Strombereich liegt weit darunter mit etwa 520 TWh. Die höchsten Energieeinspar- und CO2-Minderungspotenziale aller Energieverbrauchssektoren Deutschlands mit Ausnahme des Kohlestroms liegen also im Gebäudebereich.

40 % CO2-Einsparung sind möglich

Die CO2-Zielerreichung bis 2030 ist für den Gebäudebestand technisch machbar. Über den deutlich beschleunigten Austausch von veralteter Heizungstechnik und Einsatz moderner effizienter Heizsysteme, die Effizienz und erneuerbare Energien koppeln, könnten zwei Drittel der erforderlichen CO2-Minderungen erreicht werden. Das weitere Drittel entfiele auf Effizienzmaßnahmen an der Gebäudehülle. Wenn die Politik das ambitionierte CO2-Minderungsziel bis 2030 tatsächlich erreichen möchte, müssen allerdings deutliche Schritte unternommen werden, wie z.B. die Politik der Anreize attraktiver und unbürokratischer zu gestalten.